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Schule als Lebensraum
Wir verstehen unsere Schule als einen Ort, an dem wir gemeinsam leben, mit allen Facetten, die das mit sich bringt. Alle sind aktiver Teil des Systems und bestimmen mit, wie das soziale Miteinander organisiert werden soll. In einer wöchentlichen Schulversammlung, die für alle verpflichtend ist, werden Konflikte besprochen, Regeln aufgestellt oder angepasst, Kurse vorgestellt, Projekte und Ausflüge geplant. Allen Regeln liegt eine nicht veränderbare zu Grunde: Niemand darf einem anderen weh tun, weder auf psychischer noch auf körperlicher Ebene. Die Begleiter und Lehrer sind Vorbilder in respektvollem Umgang miteinander und sorgen mit für die Umsetzung. Respektvoller Umgang und die Wahrung des persönlichen Raumes eines jeden ist Voraussetzung für die Wahrung der entspannten Umgebung; diese wiederum ist Voraussetzung für die Entfaltung und das Lernen. Konflikte im täglichen Leben mit anderen werden von den Betreuern begleitet, aber nicht gelöst. Die Kinder finden die Lösung selbst.
Sie lernen:
- ihre Meinung zu formulieren, anderen zuzuhören, eventuell den eigenen Standpunkt zu vertreten oder abzuändern, die Meinung anderer zu respektieren,
- respektvoll miteinander umzugehen und den Raum des Anderen zu wahren; dabei entwickeln sich Überzeugungen, Wertvorstellungen und Maßstäbe für das Leben in einer sozialen Welt,
- offen zu sein für andere,
- Redefähigkeit,
- das demokratische Prinzip kennen,
- Kooperationsfähigkeit,
- wie es ist, aktiver Teil einer Gemeinschaft zu sein und lernen die damit verbundenen Pflichten und Rechte kennen – verantwortungsbewusstes Handeln steht im Spannungsfeld eigener Interessen und denen der Gemeinschaft;
- verlässlich zu sein und machen die Erfahrung wie es ist, wenn andere verlässlich sind,
- Konfliktfähigkeit.
Der Kontakt zur Natur ist eine optimale Basis für eine gute emotionale, geistige und körperliche Entwicklung. In einer Zeit, in der Kinder zu wenig Bewegung haben, der Natur entfremdet aufwachsen, die Entwicklung der Sinne oft zu kurz kommt, in der sie aber eine solide Basis brauchen, um den immensen Anforderungen gewachsen zu sein, setzen wir einen besonderen Akzent. Kinder leben ihre natürlichen Bedürfnisse aus und werden zum Meister ihrer eigenen Entwicklung, denn ihr Leben ist Lernen. Sie bilden ihre Sinne und kognitiven Fähigkeiten differenziert aus, entwickeln ein Gefühl der Zugehörigkeit zum Kreislauf der Natur und lernen in echten Lebenssituationen durch Primärerfahrungen.
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